Patienten

Studien / Artikel

Hier finden Sie Angaben zu eigenen Publikationen in Schrift, Ton oder Bild in medizinischen Fachzeitschriften oder sonstigen Publikationsorganen. Ausserdem erfahren Sie, was bei christenortho aus Gründen der Qualitätssicherung zur Zeit genauer untersucht und ausgewertet wird. Schliesslich können Sie in dieser Rubrik Hinweise auf besonders wichtige Veröffentlichungen anderer Autoren im Zusammenhang mit dem Tätigkeitsbereich von articon finden.

Laufende Arbeiten bei christenortho

KOOS und HOOS Score

Alle Patienten, die sich für eine Knie- oder Hüftprothese entscheiden, werden gebeten, vor und 1 Jahr nach der Operation den KOOS Score für Knie und HOOS Score für Hüfte (Beantwortung von ca. 100 Fragen) auszufüllen. Die Fragebogen basieren ausschliesslich auf Ihren Angaben und gehören somit zu den heute generell verlangten Patient related outcome Messungen (PROM), ohne die eine Auswertung nicht mehr akzeptiert wird. Der KOOS und HOOS Score sind validiert und international anerkannt, um detaillierte Angaben zu Knie- und Hüftprothesen zu erhalten. Ergänzend werden Untersuchungsresultate des Arztes und Röntgenauswertungen die Beurteilung des Resultates abrunden.

SIRIS

Alle Knie- und Hüftprothesen bei articon werden seit dem 1.1.2008 systematisch auf elektronische Weise (unter Wahrung der Patientenanonymität) ins Schweizerische Prothesenregister eingegeben. Sämtliche Journey-Knieprothesen wurden retrospektiv seit der Erstimplantation am 1.12.2006 erfasst. Seit September 2012 ist die Erfassung der Knie- und Hüftprothesen in der Schweiz obligatorisch (Schweizerisches Prothesenregister SIRIS).

Bei allen Prothesen erfolgt die Eingabe vor und nach jeder Operation sowie anlässlich der Jahreskontrolle. Muss eine Prothese reoperiert werden, impliziert dies einen neuen Eintrag ins Register. Damit können in relativ kurzer Zeit viel Aussagen über Zuverlässigkeit eines Operationsverfahrens und einer Prothese gemacht werden.

Jederzeit können Auswertungen der eigenen, eingegebenen Daten erhoben und anonym mit anderen Zentren der Schweiz verglichen werden. Ziel ist selbstredend, das SIRIS auch mit internationalen Registern (Schweden, Finnland Norwegen, Australien, Neuseeland, usw.) zu verknüpfen.

Studien

Moderne Knieprothetik

Neue Operationstechniken und Prothesenmodelle haben die Resultate von Knieprothesen nicht wie erwartet verbessert. Hingegen verzeichnet man heute nach solchen Operationen weniger Schmerzen, weniger Blutungen und deswegen eine schnellere Rehabilitation. Ein Update aus orthopädischer Sicht. Der Artikel ist in physioactive 3/2015 erschienen.

Kein Unterschied zwischen mobilen und fixen Polyaethyleneinsätzen im balanSys-Knie

In einer prospektiv randomisierten Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Zieglerspital Bern und der Sint Maartenskliniek in Nijmegen konnten bei 92 Patienten 3, 6 und 12 Monate nach Knie-Totalprothese in den zwei Gruppen keine signifikanten Unterschiede in der aktiven Beugefähigkeit der Kniegelenke gezeigt werden. Verglichen wurden zwei verschiedene Kunststoffteile bei sonst identischem Prothesendesign. Bei der einen Gruppe wurde das Polyaethylen fix am Schienbeinteil eingerastet, bei der anderen wurde ein sogenannt moblier Läufer verwendet, der sich drehen und beschänkt auch nach vorne, respektive hinten bewegen kann. Patienten mit dem fixen Polyaethylen hatten weniger Schwierigkeiten mit dem Treppen steigen in der Frühphase nach der Operation. Die Arbeit wurde im Journal KSSTA (Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc) 2012 publiziert (Jacobs WCH et al., Functional performance of mobile versus fixed bearing total knee prosthesis: a randomised controlled trial, KSSTA 2012, 20: 1450-55).

Balancierung des hinteren Kreuzbandes bei Knieprothesen

Bei 101 Kniegelenken wurden bei einer Knie-Totalprothese intraoperativ Messungen durchgeführt, um mehr Erkenntnisse über das Verhalten des hinteren Kreuzbandes zu gewinnen. Dies ist bei Prothesenmodellen zentral, bei denen das hintere Kreuzband erhalten wird und von dem man den Erhalt seiner Funktion zugrunde legt. Die Arbeit mit Journeyprothesen war insofern aufschlussreich, als bei dieser Prothese beide Kreuzbänder entfernt werden (vgl. "Das Journey Knie"). Somit konnten die Messungen mit primärem Erhalt des hinteren Kreuzbandes und dann nach Entfernung durchgeführt werden. Die Studie liefert keine eindeutigen Resultate, welche die korrekte Balancierung des hinteren Kreuzbandes sicher erlauben würde.

Die Arbeit wurde im Juni 2010 am Europäischen Kniekongress der ESSKA in Oslo präsentiert. Sie ist elektronisch im Journal KSSTA (Knee Surgery Sports Traumatology Arthroscopy) im Juli 2011 publiziert und ist in gedruckter Form in der Ausgabe 3 vom März 2012 erschienen.


Publizierte wissenschafltiche Arbeiten
 

Superior long-term survival for fixed bearing compared with mobile bearing in ligament-balanced total knee arthroplasty.
P.J.C. Heesterbeek, A.H. van Houten, J.S. Klenk, H. Eijer, B. Christen, A.B. Wymenga, A.J. Schuster
Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2018;26:1524-31.

No difference in anterior tibial translation with and without posterior cruciate ligament in less invasive total knee replacement.
B. Christen, M. Neukamp, E. Aghayev
Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012;20:503-09.

Functional performance of mobile versus fixed bearing total knee prostheses: a randomized controlled trial.
W.C.H. Jacobs, B. Christen, A.B. Wymenga, A.J. Schuster, D.B. van der Schaaf, A. ten Ham, U. Wehrli
Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012;20:1450-55.

Posterior cruciate ligament balancing in total knee replacement. the quantitative relationship between tightness of the flexion gap and tibial translation.
B. Christen, P.J.C. Heesterbeek, A.B. Wymenga, U. Wehrli
J Bone Joint Surg (Br) 2007;89-B:1046-50.